Kurparkverschönerung mit Kneipp-Rose

Wie in jedem Jahr zu Sebastian Kneipps Geburtstag am 17.Mai lud der Kneipp-Verein Bad Bergzabern Mitglieder, Bürger und Urlaubsgäste mit besonderen Festaktivitäten in den vorderen Kurpark auf den Sebastian Kneipp Platz ein.

Vereinsvorsitzender Kneipp-Badearzt Dr.Wieland Hassinger begrüßte unter den zahlreich Erschienenen Stadtbürgermeister Dr.Ludwig, Stadträte und Thermalbad-Geschäftsführerin Sandra Reichenbacher.

Zum 196zigsten Geburtstag Sebastian Kneipps wurde der Gedenkstein an den „Wasser- und Kräuterdoktor“ am Kurparkeingang beim Thermalbad mit drei von einem Vereinsmitglied gestifteten „Kneipp-Rosen“ aus dem Zuchtbetrieb Kordes, Elmshorn, umpflanzt.

 

Um ein gutes Anwachsen der Kneipp-Rosen zu garantieren, mußten diese gehörig angegossen werden, was Vorsitzender Dr.Hassinger und Bürgermeister Dr.Ludwig übernommen haben.

Vorbereitende Erdarbeiten hatte zuvor die Stadtgärtnerei, für die Dr.Hassinger der Gartenamtsleiterin Anja Ziegler dankte, geleistet.

Um dem Platz am Thermalbad-Eingang, der schon seit einiger Zeit Kneipp gewidmet ist, der Beziehung zu Kneipp sichtbaren Ausdruck zu verleihen, wurde dort am Wanderweg-Schilderpfosten ein Hinweisschild mit „Sebastian Kneipp Platz“ von Bürgermeister Dr.Ludwig und Dr.Hassinger enthüllt.

Dr.Hassinger wies in diesem Zusammenhang auf die 124jährige Kneipp-Tradition Bad Bergzaberns, die 1893 vom Betreiber einer „Kaltwasser-Heilanstalt nach Kneipp´schem Prinzip“ Eduard Tischberger, begründet worden war, hin. Tischberger war es auch, der am 07.März 1893 den Kneipp-Verein Bergzabern mit anfänglich 26 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen hatte. Darüber hinaus lud er 1896 Sebastian Kneipp, der von Wörishofen aus zu einer Vortragstour in die Pfalz aufgebrochen war, nach Bergzabern ein. Damit wurden dem Kur- und Erholungsort die „Höheren Weihen“ Kneipp´scher Natur- und Gesundheitslehre zuteil, was letztlich auch 1964 zum Prädikat Kneipp-Heilbad führte.

Dr.Hassinger erwähnte in diesem Zusammenhang den im deutschen Kneipp-Heilbäderwesen einmaligen Kneipp-Lehrpfad, den Heilkräutergarten und den Kindergarten Sankt Martin, letzterer ist der erste Kneipp-zertifizierte Kiga in Rheinland-Pfalz und fungiert heute als Kompetenzzentrum mit Rat und Tat für weitere zur Kneipp-Prädikatisierung anstehende Kindergärten der näheren Umgebung.

Schließlich – so Dr.Hassinger – wurde die Kneipp-Lehre als „Immaterielles Europäisches Kulturerbe“ von der UNESCO anerkannt.

Sichtbaren Ausdruck erhielt der Platz beim Kurpark-Eingang durch die Enthüllung des Hinweisschildes „Sebastian Kneipp Platz“.

Stadtbürgermeister Dr.Ludwig plädierte für die Öffnung und Aktualisierung der Kneipp-Lehre hin zum Wellness-Bereich. Er wies auf die Entwicklung einer „Kneipp-Woche“ im Thermalbad hin, die mit der Geschäftsführung angedacht und auf einem guten Weg sei. Dr.Ludwig meinte, dass der historische Ausspruch von Kneipp anläßlich seines vor Ort Besuchs, nämlich „Hätte ich in Wörishofen nicht begonnen, hier müßte ich es tun“, doch ganz klar zeige, dass Bergzabern schon damals die besten Voraussetzungen für Kneipps Gesundheitslehre geboten hätte.

Im Anschluss an einen vom Kneipp-Verein angebotenen, erfrischenden Umtrunk, lud der Kneipp-Verein zu einem gemeinsamen „Antreten“ des gefluteten Kneipp´schen Wassertretbeckens ein, was auf großes Interesse der Teilnehmer stieß.

 

Klaus Haas

 

 

 

 

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